Jede Art, Nachrichten zu präsentieren, trifft eine stille Aussage darüber, was Information eigentlich sein soll — Ware, Reiz oder Erkenntnis. Pulse geht von der Beobachtung aus, dass der heutige Medienkonsum diese Frage längst zugunsten des Reizes entschieden hat: fragmentiert, algorithmisch zugespitzt, ohne sichtbare Herkunft. Die Studie fragt zurück, was sich verändert, wenn Transparenz nicht nachträglich erklärt, sondern von Anfang an mitgestaltet wird. Wie viel Kontrolle braucht ein Mensch über das, was ihm gezeigt wird, um sich noch informiert und nicht bloß bespielt zu fühlen? Und wo hört ein Feed auf, eine Liste abzuarbeitender Reize zu sein, und wird zu einem Ort, an dem Verstehen tatsächlich möglich ist? Entstanden ist kein weiterer Reader, sondern der Versuch, Vertrauen wieder zur Grundlage von Information zu machen.
Pulse
(eigenes Projekt — 2026)


